Autor Thema: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?  (Gelesen 2493 mal)

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Offline Vaquero

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/home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« am: 25. Oktober 2016, 07:28:51 »
Hallo! Ich bin ein Umsteiger von Windows auf Manjaro, und daher noch nicht mit Allem gut vertraut.
Die Probleme mit Manjaro häufen sich langsam und ich habe die Vermutung, dass es womöglich mit falsch konfigurierten Rechten des /home Verzeichnisses zu tun hat.
Wie ist das Problem zu lösen?

ls -la /home/ gibt mir folgendes aus:
Zitat
insgesamt 24
drwxrwxrwx  1 root root 4096 21. Okt 04:24 .
drwxr-xr-x 18 root root 4096 30. Aug 19:42 ..
drwxrwxrwx  1 root root 4096 21. Okt 04:24 MapData
drwxrwxrwx  1 root root 8192 25. Okt 05:56 user
drwxrwxrwx  1 root root    0 20. Okt 15:29 '$RECYCLE.BIN'
drwxrwxrwx  1 root root    0 20. Okt 15:30 SoftwareDistribution
drwxrwxrwx  1 root root 4096 20. Okt 15:33 'System Volume Information'
Nachdem, was ich in den letzten beiden Tagen darüber gelesen habe, sollten die Besitzrechte wohl allerdings beim Benutzer liegen, richtig?
Also versuchte ich
chown -hvR user /home/userWobei "user" natürlich durch den Namen dese Benutzerkontos ersetzt wurde. Eine lange Liste folgte, die sich wie folgt las:
Zitat
der Eigentümer von '/home/user' wurde von root in user geändert
Allerdings ergab ls -la wieder das gleiche wie beim ersten Mal, und zwar dass alles zu root gehöre. Das Gleiche habe ich nochmals mit sudo probiert, auch mal ein Neustart, kein Effekt.

Das Setup sieht wie folgt aus: Laptop mit 1 SSD (128GB), auf der Windows 10 frisch installiert war. 1 HDD (1TB) partitioniert, auf der Manjaro und der GRUB BootLoader installiert sind.
inxi -FxzAusgabe:
Zitat
System:    Host: localHost Kernel: 4.4.27-1-MANJARO x86_64 (64 bit gcc: 6.2.1)
           Desktop: KDE Plasma 5.8.2 (Qt 5.7.0) Distro: Manjaro Linux
Machine:   Mobo: N/A model: MS-16F3 v: REV:1.0 BIOS: American Megatrends v: E16F3IG6.30N date: 07/20/2012
Battery    BAT1: charge: 17.4 Wh 97.5% condition: 17.9/78.0 Wh (23%) model: NEC PC-VP-BP77 status: N/A
CPU:       Quad core Intel Core i7-3610QM (-HT-MCP-) cache: 6144 KB
           flags: (lm nx sse sse2 sse3 sse4_1 sse4_2 ssse3 vmx) bmips: 18365
           clock speeds: max: 3300 MHz 1: 1220 MHz 2: 1300 MHz 3: 2015 MHz 4: 1203 MHz 5: 1213 MHz 6: 1211 MHz
           7: 1203 MHz 8: 1292 MHz
Graphics:  Card-1: Intel 3rd Gen Core processor Graphics Controller bus-ID: 00:02.0
           Card-2: NVIDIA GF114M [GeForce GTX 675M] bus-ID: 01:00.0
           Display Server: X.Org 1.18.4 driver: intel Resolution: 1920x1080@60.00hz
           GLX Renderer: Mesa DRI Intel Ivybridge Mobile GLX Version: 3.0 Mesa 12.0.3 Direct Rendering: Yes
Audio:     Card Intel 7 Series/C210 Series Family High Definition Audio Controller
           driver: snd_hda_intel bus-ID: 00:1b.0
           Sound: Advanced Linux Sound Architecture v: k4.4.27-1-MANJARO
Network:   Card-1: Qualcomm Atheros Killer E220x Gigabit Ethernet Controller
           driver: alx port: d000 bus-ID: 02:00.0
           IF: enp2s0 state: up speed: 100 Mbps duplex: full mac: <filter>
           Card-2: Intel Centrino Wireless-N 2230 driver: iwlwifi bus-ID: 03:00.0
           IF: wlp3s0 state: down mac: <filter>
Drives:    HDD Total Size: 1128.2GB (3.6% used) ID-1: /dev/sdb model: Hitachi_HTS54101 size: 1000.2GB
           ID-2: /dev/sda model: SAMSUNG_SSD_830 size: 128.0GB
Partition: ID-1: / size: 40G used: 12G (31%) fs: ext4 dev: /dev/sdb3
           ID-2: /var size: 19G used: 4.1G (23%) fs: ext4 dev: /dev/sdb6
           ID-3: /boot size: 190M used: 44M (25%) fs: ext4 dev: /dev/sdb1
           ID-4: /home size: 861G used: 11G (2%) fs: fuseblk dev: /dev/sdb5
           ID-5: swap-1 size: 12.88GB used: 0.00GB (0%) fs: swap dev: /dev/sdb2
Sensors:   System Temperatures: cpu: 29.8C mobo: 27.8C
           Fan Speeds (in rpm): cpu: N/A
Info:      Processes: 214 Uptime: 5:11 Memory: 2367.5/7885.4MB Init: systemd Gcc sys: 6.2.1
           Client: Shell (bash 4.3.461) inxi: 2.3.1
Vorgeschichte:
Zuerst hatte ich eine Partition der HDD für Windows und eine für Manjaro eingerichtet, beide ntfs formatiert, da ich Daten zwischen beiden Systemen teilen muss (da es einige Programme leider nicht für Linux gibt). Allerdings hatte ich bei beiden als mountpoint /home eingerichtet, was zu Problemen führte und eine Partition jeweils immer nicht eingehängt werden konnte. Also habe ich eine Partition gelöscht und die andere um deren Speicherplatz erweitert. Windows ist so eingerichtet, dass es Benutzerdaten (Dokumente, Bilder, Apps, Karten) auf diese Partition auslagert, damit die SSD nicht unnötig mit Schreibzugriffen belastet wird. Deshalb finden sich auf der Partition sowohl der Ordner des Manjaro-Benutzers, wie auch Windows-Ordner.

Symptome:
pulseaudio funktioniert nicht ([pulseaudio] core-util.c: Home directory not accessible: Keine Berechtigung)
Firefox speichert manche Einstellungen nicht (so muss ich bei jeder facebook-Anmeldung den 2 stufigen Authentifizierungsprozess durchlaufen, keefox ebenso)
telegram scheint Authentifizierung nicht zu speichern.
KDE Plasmoide tauchen nicht im Menu auf nachdem sie installiert wurden (Miniprogramme hinzufügen>neue Miniprogramme holen>neue Miniprogramme herunterladen)

Vielleicht liegen einigen Symptomen andere Ursachen zugrunde, aber der Fehler mit dem Besitz besteht weiterhin.
Ich wäre über brauchbare Hilfe sehr dankbar, da mir die Suche im Internet bisher keine Lösung brachte!

Offline Vaquero

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #1 am: 25. Oktober 2016, 07:43:03 »
Ich sehe gerade, dass in /etc/fstab auch noch 2 /home partitionen aufgeführt sind.
Zitat
# <file system>                           <mount point>  <type>  <options>  <dump>  <pass>
UUID=eineZahl                                   /home          ntfs    defaults,noatime 0       2
UUID=eineAndereZahl                         /home          ntfs    defaults,noatime 0       2
Sollte ich die nicht mehr vorhandene Partition entfernen und sind in dieser Datei irgendwelche Rechte zu setzen? Falls ja, wie?

Offline Vaquero

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #2 am: 25. Oktober 2016, 08:24:20 »
Wie das so ist, nachdem ich mir 2 Tage lang die Zähne ausgebissen habe und schließlich hier im Forum ein Thema eröffnete, finde ich kurz darauf eine Lösung, oder zumindest eine Teillösung.
In etc/fstab änderte ich die entsprechende Zeile:
# <file system>                           <mount point>  <type>  <options>                        <dump>  <pass>
UUID=22E1572C15244F41                     /home          ntfs-3g uid=1000,gid=1000,dmask=022,fmask=133 0 2
Nun gibt ls -la /home auch aus: drwxr-xr-x  1 user user 8192 25. Okt 08:09 user und pulseaudio funktioniert. Es dauerte allerdings sehr lange, bis die Desktopoberfläche nach dem Neustart geladen wurde.

Offline vetzki

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #3 am: 25. Oktober 2016, 10:37:23 »
wieso ist den dein home ntfs? nimm ext4 oder btrfs dafür und wieso doppelt ?? die welche nicht wirklich home ist wurde ich in der fstab auch nicht als home mounten...
wenn dann häng die windows partition so ein
https://wiki.archlinux.org/index.php/NTFS-3G#Configuring
oder mounte sie vom dateimanager aus wenn du darauf zugreifen musst.
/var und /home als seperate partition mag sinn machen, aber gerade zu beginn würde ich sowas bleiben lassen.

Ich würde den ganzen käse neuinstallieren aber diesmal mit den standardeinstellungen

Offline gosia

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #4 am: 25. Oktober 2016, 10:56:28 »
Hallo Vaquero,
ich halte es für eine sehr schlechte Idee, /home als ntfs zu formatieren, habe aber auch keine Erfahrung damit. Wenn Du tatsächlich Daten zwischen Windows und Linux austauschen musst (kannst Du da vielleicht etwas konkreter werden?), würde ich eine externe FP bzw. NAS dazu benutzen, die dann mit ntfs formatiert ist und so gemeinsam benutzt werden kann. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten z.B. über eine Fritzbox, mit Samba oder für den gelegentlichen Austausch ein Ad-hoc-Netzwerk, das sogar ein Laie in ein paar Minuten nach dieser Anleitung einrichten kann:
https://wiki.manjaro.org/index.php?title=Sharing_files_in_a_Network_-_the_easy_way&oldid=14066
Auch eine Cloud (privat oder per Anbieter) wäre möglich.
Wie gesagt, genaueres könnte man eventuell nur sagen, wenn man wüsste, was für Programme/daten Du nutzt, die es nur in Windows gibt. Manchmal gibt es gemeinsame Lösungen, an die man nicht gleich denkt.
Ob all deine Probleme tatsächlich mit dem ntfs-formatierten /home zusammenhängen (von dem es sogar zwei gab?!?) vermag ich nicht zu sagen, aber ich denke schon.
Und auch wenn ich mich wiederhole, wenn möglich, setz dein System nochmal ordentlich auf, mit einem Home-Verzeichnis ext4 formatiert (oder einem anderen Linux-tauglichen Filesystem) und dann sehen wir weiter.

Viele Grüße gosia
"funktioniert nicht" ist keine brauchbare Fehlermeldung

Offline vetzki

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #5 am: 25. Oktober 2016, 11:17:22 »
was du evtl. auch überlegen könntest wäre auf der ssd versuchen etwas platz zu schaffen (so 20-25gb) und dort linux zu installieren, und auf der hdd eine größere ext4 partition welches für daten,downloads,musik usw. genutzt wird.
btw auf ext4 kannst du auch in windows zugreifen (z.b. der total commander bietet ein plugin dafür)

Offline Vaquero

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #6 am: 26. Oktober 2016, 02:11:25 »
Danke, gosia und vetzki für eure Fragen und Vorschläge.
wieso ist den dein home ntfs? nimm ext4 oder btrfs dafür und wieso doppelt ??
Das /home Verzeichnis hatte ich als ntfs eingerichtet, um Daten von Windows und Linux aus nutzen zu können, ohne sie extra hin und herschieben zu müssen. Dass beide Partition in home eingehangen werden sollten, war ein Fehler, der mir unterlaufen ist.

/var und /home als seperate partition mag sinn machen, aber gerade zu beginn würde ich sowas bleiben lassen.
Zu Beginn? Ich habe nicht vor Windows und Linux alle paar Monate komplett neu zu installieren. Der Aufwand reicht mir alle 2-3 Jahre. Während ich auf die Daten in /home auch von Windows aus zugreifen möchte, brauche ich die von /var nicht in Windows. Bei einem Setup, bei dem ich Linux mit auf der SSD installieren würde, möchte ich zudem nicht, dass die /var Daten die SSD durch ständiges Schreiben "abnutzen". Solange root auf der HDD verortet ist, sollte ich dort einfach nur genügend Platz für /var mit einplanen?

Ich würde den ganzen käse neuinstallieren aber diesmal mit den standardeinstellungen
Die Standardeinstellungen trennen /home jedoch nicht vom Rest der Installation, richtig? Falls ich Manjaro wieder neu installieren müsste, würde ich gern installierte Programme und Einstellungen behalten. Programme werden allerdings u.a. in /usr installiert, wie ich es verstanden habe. Also geht das nicht?

ich halte es für eine sehr schlechte Idee, /home als ntfs zu formatieren, habe aber auch keine Erfahrung damit. Wenn Du tatsächlich Daten zwischen Windows und Linux austauschen musst (kannst Du da vielleicht etwas konkreter werden?), würde ich eine externe FP bzw. NAS dazu benutzen, die dann mit ntfs formatiert ist und so gemeinsam benutzt werden kann.
Bei meiner Suche habe ich manchmal gelesen, dass es nicht empfohlen wird /home als ntfs zu formatieren aufgrund der fehlenden Rechteverwaltung und der Gefahr Windows-inkompatibler Dateinamen. Auch wurde vor einer erhöhten Prozessorlast gewarnt, verschiedene Dateisysteme auf ein und der gleichen Festplatte laufen zu lassen, allerdings wurde die Behauptung durch keine Belege gestützt. Gibt es da irgendwo was zu?
Ich arbeite an verschiedenen Orten, deswegen muss ich mit meinem Laptop und den Daten recht mobil sein, weshalb ich nun versuchte, beide OS auf dem Laptop zu installieren. Eine Alternative wäre eine externe e-SATA Docking Station, die ich mir extra für den Zweck zugelegt hatte, und die einen guten Datendurchsatz garantieren soll. Ich möchte gern ohne das Kopieren oder Verschieben der Daten in beiden Betriebssystemen arbeiten können, da selbst einzelne Dateien nicht selten über 1GB groß sind und das Kopieren solcher Datenmengen nur Zeit verbraucht und Speicherplatz verschwendet. Aufgrund des Datenvolumens und aus Vertraulichkeits/Sicherheitsgründen kann ich die Daten nicht über einen Server oder eine Cloud verfügbar machen.

Da ich alles, was mir möglich ist, gern unter Linux statt Windows ausführen möchte, brauche ich sehr viel Platz für Programme. Nach 2 Tagen Nutzung sieht der Speicherbedarf schon so aus:
/opt: 2.4GB; /var: 5.1GB; /usr: 9.3GB; /home: 11.7GB (Noch ohne jegliche Arbeitsdaten oder persönlichen Dateien, nur ein paar Software Downloads); root/: 13,4GB
Programme, die leider nur für Windows verfügbar sind: 3DS Max, Worldviz Vizard, Phasespace Recap2 etc., meshmixer (neuere Versionen), Nvil, Mokka.
Das ist überschaubar.

Software & Bibliotheken, die ich unter Linux benutzen möchte: Autodesk Maya, MotionBuilder, Blender, meshlab, instantMeshes, OpenMesh, Unreal Engine 4, Natron, Substance Designer, Substance Painter, Knime, Anaconda, Cuda, R, R.Studio, graphviz, VSCode, Atom, Kile, jabref, scribus, Libre Office, drawpile, Krita, dropbox, Steam Games, Anki, Thunderbird, etc. (Krusader, telegram, FreeFileSync, OBS, lmms, ...)
Da kommen einige dutzend Gigabyte allein für die Programme zusammen. Gerade die 3D und Video-Daten, die zusätzlich dazu erstellt werden, sind sehr groß.

Wie sähe dann eine optimale Partitionierung aus? Eventuell mit statischen Daten (z.B. boot, root/, /usr) auf der SSD, um deren Geschwindigkeit unter Linux nutzen zu können, und variablen Daten (/var, /home) auf der HDD?

GypsyWolve

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #7 am: 26. Oktober 2016, 03:24:29 »
Finde dein Ansinnen etwas verknotet und kompliziert, sry.

Warum nicht einfacher?

ggf boot
/root
/home
/daten ausgelagert und wg win ntfs

Im Fehlerfalle koenntest du Probleme mit ausgelagertem /var bekommen und win ist sowieso blind fuer Linux, also?

Habe seit vielen Jahren diese Konstell;ation und meine System SSDs haben 120/128GB nur; Rest ist verteilt auf HDDs in unterschiedlichen Partitionen.

Eine optimale Partionierung kann dir niemand zurechtlegen, weil jeder sie anders definiert. Bei meinen 120/128GB sieht es so aus

/boot 500MB
/root 40GB
/home der Rest

Meine Datenpart. gehen von ~30 GB bis 1TB

gerade beim Wechsel hilft neben lesen und ausprobieren auch eine Aenderung der Arbeitsweise


GW
/root und /home wie schon beshrieben ext4 bsp.

Offline gosia

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #8 am: 26. Oktober 2016, 17:03:42 »
Hallo Vaquero,
Zu Beginn? Ich habe nicht vor Windows und Linux alle paar Monate komplett neu zu installieren. Der Aufwand reicht mir alle 2-3 Jahre.
Hm, ich spreche hier unhöflicherweise mal auch für vetzki. Mit "zu Beginn" hat er gewiss nicht gemeint,
Windows und Linux alle paar Monate komplett neu zu installieren
Das ist für Windows nicht notwendig und für Linux auch nicht. Mit Manjaro hast Du nichts weiter zu tun, als so durchschnittlich 1x pro Woche die neuesten Updates einzuspielen. Mit "zu Beginn" meinte er wohl eher den Beginn deiner Linux-"Laufbahn" und den damit notwendigerweise noch geringen Erfahrungsschatz (sorry, ist nicht überheblich gemeint). Da ist solch eine Konstruktion mit teils unnötig aufgesplitteten Partitionen

Eventuell mit statischen Daten (z.B. boot, root/, /usr) auf der SSD und variablen Daten (/var, /home) auf der HDD?
eher hinderlich und in manchen Details auch nicht sinnvoll.
Ich schliesse mich da  Gypsywolve an und schlage eine drei- bzw. bei Dir eine vierteilung vor:
für /boot, /home und den Rest (also /) jeweils eine eigene ext4-Partition und ein Spezialverzeichnis /daten mit ntfs, das dann sonstwo liegen könnte.
 
Die Standardeinstellungen trennen /home jedoch nicht vom Rest der Installation, richtig? Falls ich Manjaro wieder neu installieren müsste, würde ich gern installierte Programme und Einstellungen behalten.

Was die Einstellungen betrifft, so ist das u.a. der Grund, warum für /home eine Extra-Partition praktisch ist. Du kannst dann bei der Installation angeben, daß /home zwar eingebunden aber nicht formatiert werden soll. So bleiben alle persönlichen Daten und Einstellungen erhalten.
Bei Dir habe ich aber Bedenken wegen der anfangs zwei /home-Partitionen. Wie hat sich Linux denn da verhalten und wurden Einstellungen nicht eventuell auf die zweite /home gespeichert? Fragen, die sich so schlecht beantworten lassen und bei eventuellen Problemen immer einen Unsicherheitsfaktor darstellen. Du kannst ja ein Backup von deinem Homeverzeichnis machen und es anschliessend zurückspielen, aber ich würde dies in dem speziellen Fall nicht tun.


Programme werden allerdings u.a. in /usr installiert, wie ich es verstanden habe. Also geht das nicht?
Ja, Programme und der dazugehörige Kram wie Bibliotheken usw. landen in der Regel in /usr. Aber wo ist das Problem? Bei einer Neuinstallation werden heutzutage immer wieder die gleichen, vom Distributor vorgesehenen Programme installiert. Wenn also z.B. Firefox und LibreOffice bei der Erstinstallation mit auf die FP kommen, dann landen sie auch bei der Zweitinstallation wieder dort. Man wählt ja bei der Installation nicht mehr aus einer Liste aus.


Bei meiner Suche habe ich manchmal gelesen, dass es nicht empfohlen wird /home als ntfs zu formatieren aufgrund der fehlenden Rechteverwaltung und der Gefahr Windows-inkompatibler Dateinamen. Auch wurde vor einer erhöhten Prozessorlast gewarnt, verschiedene Dateisysteme auf ein und der gleichen Festplatte laufen zu lassen, allerdings wurde die Behauptung durch keine Belege gestützt. Gibt es da irgendwo was zu?
Ich weiss es nicht, denke aber, wenn man lange genug googelt, findet sich schon was. Aber für mich steht diese Frage auch nicht. Wenn ich Linux benutze, dann benutze ich auch Linux-Filesysteme. Um die Prozessorlast würde ich mir da weniger Sorgen machen, auch die Dateinamen sind im Normalfall nicht mehr so kritisch, auch wenn es da gewisse kleine Unterschiede in den Regeln gibt (die ich jetzt aber nachschlagen müsste). Aber das entscheidende Argument ist die Rechteverwaltung, die sich doch unterscheidet. Jedes Linux-Programm setzt vorraus, daß die Linux-Rechteverwaltung vorhanden ist und wenn nicht... ja ich weiss nicht, was dann eventuell ins Leere oder gar schief läuft. Ob ein Teil deiner Probleme daher kommt vermag ich nicht zu sagen, aber ich halte es zumindest für wahrscheinlich. Warum sich also Probleme einhandeln für eine vermeintliche Lösung (Zugriff auf gemeinsame Daten), die auch besser und sicherer erreicht werden kann (seperate NTFS-Partition, /daten o.ä., aber eben nicht /home)


Ich arbeite an verschiedenen Orten, deswegen muss ich mit meinem Laptop und den Daten recht mobil sein, weshalb ich nun versuchte, beide OS auf dem Laptop zu installieren. Eine Alternative wäre eine externe e-SATA Docking Station
oder, was noch nicht erwähnt wurde, eine virtuelle Maschine, auf der Du dein Windows installierst, einen leistungsfähigen Rechner vorausgesetzt. Aber da alles so klingt, als ob Du damit auch Geld verdienst, würde ich diese Investition nicht scheuen (aber das nur am Rande erwähnt).

Aufgrund des Datenvolumens und aus Vertraulichkeits/Sicherheitsgründen kann ich die Daten nicht über einen Server oder eine Cloud verfügbar machen.
Datenvolumen kann ein KO-Kriterium sein, für Vertrauen/Sicherheit gibt es Lösungen wie z.B. Cryptomator
https://cryptomator.org/de/
u.ä. Lösungen. Das ist jetzt nur ein Beispiel (gibt sicher auch anderes), weil es bei Manjaro mit dabei ist.

Da ich alles, was mir möglich ist, gern unter Linux statt Windows ausführen möchte, brauche ich sehr viel Platz für Programme. Nach 2 Tagen Nutzung sieht der Speicherbedarf schon so aus:
/opt: 2.4GB; /var: 5.1GB; /usr: 9.3GB; /home: 11.7GB (Noch ohne jegliche Arbeitsdaten oder persönlichen Dateien, nur ein paar Software Downloads); root/: 13,4GB
Das ist ein Datenvolumen, daß mich ins Grübeln bringt (in Klammern meine Werte nach mindestens einem Jahr Manjaro):
/opt: 2.4GB (283 M): Gut, in /opt landet meist selbst übersetztes Zeug, insofern nicht unbedingt vergleichbar
/var: 5.1GB (1.9 G): /var beinhaltet hauptsächlich Log-Dateien, wieso ist das so groß bei Dir?
/usr: 9.3GB (6.4 G): na gut, da will ich über die Differenz nicht so nachdenken, aber Du scheinst allerhand installiert zu haben
/home: 11.7GB (58 G): da schlage ich dich um Längen ;) aber bei mir hängt da noch mein Sohn mit drin, der alleine 24 GB mit irgendwelchen Videos und Musik verbrät. Meine Erstinstallation ist schon lange her, aber knapp 12GB ohne persönliche Daten kommt mir doch etwas viel vor. Wenn Du möchtest poste doch mal die Ausgabe von
sudo du /home | sort -n | tail -n5root/: 13,4GB (50 M): Das ist der grösste Hammer, der mir auch die meisten Sorgen macht. Wie kommen ca. 13GB nach /root? Das ist nicht normal, da kommt doch kaum was hin. Warst Du oft als root unterwegs oder wie soll ich das verstehen? Du meinst tatsächlich /root oder redest Du vom Wurzel(Root)verzeichnis / ?
Ne, da komme ich ins Grübeln... Ich weiss nicht, ob es sich noch lohnt, aber da poste tatsächlich mal die Ausgabe von
sudo du /root | sort -n | tail -n5
Programme, die leider nur für Windows verfügbar sind: 3DS Max, Worldviz Vizard, Phasespace Recap2 etc., meshmixer (neuere Versionen), Nvil, Mokka.
Da habe ich den Mund zu voll genommen. Das sind wohl alles 3D-Zeichen- und Modellierungsprogramme. Ob es da was gibt, müsste jemand anderes sagen.

Software & Bibliotheken, die ich unter Linux benutzen möchte: Autodesk Maya, MotionBuilder, Blender, meshlab, instantMeshes, OpenMesh, Unreal Engine 4, Natron, Substance Designer, Substance Painter, Knime, Anaconda, Cuda, R, R.Studio, graphviz, VSCode, Atom, Kile, jabref, scribus, Libre Office, drawpile, Krita, dropbox, Steam Games, Anki, Thunderbird, etc. (Krusader, telegram, FreeFileSync, OBS, lmms, ...)
Da kommen einige dutzend Gigabyte allein für die Programme zusammen. Gerade die 3D und Video-Daten, die zusätzlich dazu erstellt werden, sind sehr groß.
Gut, ich rechne das jetzt nicht im Einzelnen nach, aber einige Gigabyte für die Programme ist wahrscheinlich etwas hochgegriffen. Nur mal Blender und Scribus als ziemliche Boliden rausgenommen, da hat jeder wohl so ca. 100MB. Aber ich lasse mal die Erbsenzählerei und sage einfach, was sind schon 10 bis 20 GB im Zeitalter von Terrabyte-Festplatten?

Wie sähe dann eine optimale Partitionierung aus? Eventuell mit statischen Daten (z.B. boot, root/, /usr) auf der SSD, um deren Geschwindigkeit unter Linux nutzen zu können, und variablen Daten (/var, /home) auf der HDD?
Da kann ich wie gesagt zur Antwort von GypsyWolve nicht viel hinzufügen. Was SSD betrifft, so müsste sich mal jemand melden, der solche Dinger schon benutzt und weiss, was es da zu beachten gibt, besonders in Hinsicht auf TRIM. Vielleicht helfen da diese beiden Artikel schon weiter:
https://wiki.archlinux.org/index.php/Solid_State_Drives
https://wiki.ubuntuusers.de/SSD/

Viele Grüße gosia
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Amber

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #9 am: 26. Oktober 2016, 21:18:54 »
Bei meiner Suche habe ich manchmal gelesen, dass es nicht empfohlen wird /home als ntfs zu formatieren aufgrund der fehlenden Rechteverwaltung und der Gefahr Windows-inkompatibler Dateinamen.

Moin,

das braucht man wohl nicht belegen, es ist Fakt. Du siehst es ja selbst an deinem System - daher nimm die Ratschläge an.

peace

Offline Vaquero

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Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #10 am: 27. Oktober 2016, 14:35:04 »
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, gosia! Ich habe die Festplatte erstmal formatiert und nur Windows auf dem System. Manjaro kommt jetzt auf die externe e-SATA und ich sehe mir an, wie viel Speicherbedarf sich nach der Installation aller Programme und im Laufe der Nutzung dort bildet, um für die Installation auf dem Laptop planen zu können.
Die Boliden unter den Softwarepaketen sind eher Knime, Anaconda, und die 3d-software-Pakete, die jeweils schon mit 1-2GB Installationsdateien zu Buche schlagen.

Ich werde versuchen die Daten über symbolische Verknüpfungen einzubinden. Hier frage ich mich nur, ob es problematisch ist, die Daten von der NTFS-formatierten Festplatte in die ext4-formatierte /home Partition zu verknüpfen.

Datenvolumen kann ein KO-Kriterium sein, für Vertrauen/Sicherheit gibt es Lösungen wie z.B. Cryptomator
https://cryptomator.org/de/
Ich hatte bisher VeraCrypt benutzt. Aber glaube ich, dass es mir zu lange dauern würde ständig mehrere Gigabyte an Daten über eine Cloud zu holen.

root/: 13,4GB (50 M): Das ist der grösste Hammer, der mir auch die meisten Sorgen macht. Wie kommen ca. 13GB nach /root? Das ist nicht normal, da kommt doch kaum was hin. Warst Du oft als root unterwegs oder wie soll ich das verstehen? Du meinst tatsächlich /root oder redest Du vom Wurzel(Root)verzeichnis / ?
Ich meinte tatsächlich das /-Verzeichnis, nicht den root-user Ordner. Um root mache ich so weit es geht einen großen Bogen. :)

Moin,

das braucht man wohl nicht belegen, es ist Fakt. Du siehst es ja selbst an deinem System - daher nimm die Ratschläge an.

peace
Die Frage nach Belegen bezog sich direkt auf den Satz davor, und zwar ob es eine wesentlich erhöhte Prozesserlast ergibt, wenn Partitionen auf einer Festplatte unterschiedliche Dateisysteme nutzen. Sorry für die Verwirrung. Denn dann frage ich mich, ob eine Installation auf einer Partition der SSD neben der Windowspartition Sinn mache, wenn sich die Festplatte dadurch wieder ausbremst. Das sind eben solche Behauptungen, auf die man bei Internetsuchen stößt. Man öffnet 10 Seiten und findet 15 unterschiedliche Meinungen.

Offline gosia

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  • Prozessor: Intel Core i5-3210M
  • Skill: Durchschnitt
  • Zweig: stable
Re: /home gehört root, sollte aber dem Benutzer gehören?
« Antwort #11 am: 28. Oktober 2016, 12:32:54 »
Hallo Vaquero,
Manjaro kommt jetzt auf die externe e-SATA und ich sehe mir an, wie viel Speicherbedarf sich nach der Installation aller Programme und im Laufe der Nutzung dort bildet, um für die Installation auf dem Laptop planen zu können.
Die e-Sata wird ja wohl schnell genug sein, hoffe ich mal. Aber packst Du das ganze nicht etwas sehr vorsichtig an (will nicht sagen, umständlich). Erst mal auf der externen FP installieren um den Speicherbedarf zu ermitteln und dann (nach wieviel Monaten?) das ganze nochmal neu auf dem Laptop installieren. Aber gut, das ist deine Entscheidung.
Ich werde versuchen die Daten über symbolische Verknüpfungen einzubinden. Hier frage ich mich nur, ob es problematisch ist, die Daten von der NTFS-formatierten Festplatte in die ext4-formatierte /home Partition zu verknüpfen.
Das frage ich mich auch und bin auf den Ausgang dieses Abenteuers schon ganz gespannt. Ein Symlink von NTFS auf ext4, das hatte ich noch nie. Warum nicht einfach die NTFS-Datenpartition mounten?
https://wiki.archlinux.org/index.php/NTFS-3G
Na jedenfalls wünsche ich dir viel Glück bei deinem Vorhaben.

Viele Grüße gosia
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