Autor Thema: Mein Wechsel zu Linux  (Gelesen 677 mal)

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Offline Nebuko

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Mein Wechsel zu Linux
« am: 21. August 2017, 12:58:04 »
Hallo Liebe Manjaro Community,

ich wollte einfach mal ein kleines Résumé ziehen, nachdem ich nun vor ca. 6 Monate von Windows zu Linux wechselte.
 
Erstmal zu Ausgangslage:
Ich hatte bereits seit einiger Zeit mit Linux geliebäugelt und auch ausprobiert. (VM / Laptop) Der Entschluss letztlich meinen Hauptrechner ebenfalls nach Linux umzuziehen, hat Microsoft für mich getroffen. Nachdem unter Windows 7 / 8.1 keine Unterstützung von neuen Prozessoren mehr gegeben ist. (AMD Ryzen / Intel Kaby Lake) Ich wollte mir schlicht nicht vorschreiben lassen Windows 10 nutzen zu müssen.

Spezifikationen:
AMD Ryzen CPU / AM4 MB / RX 480 GPU / NMVE SSD / DDR4 Ram

"the Good" :

Neue Hardware, welche ich einsetze läuft einfach out of the box, so wie ich es als Enduser gerne habe. Installieren, läuft und fertig. Zumal die Installation auch reibungslos funktioniert hat. Die Grundausstattung (Office / E-Mail / Browser) wie auch die Tatsache das ich vom Kernel einfach immer "am Puls der Zeit" sein kann finde ich einfach toll.

Die Updates kommen regelmäßig und sind schmerzfrei einzuspielen. - Hier ein echtes Daumen hoch - Einziges Manko finde ich manchmal, das es zumeist mehrere hundert MB sind anstatt öfter kleinere Updates, jedoch in Zeiten von Breitband Internet eher unproblematisch.

Da Steam nativ viele Spiele unterstützt und auch ein reichhaltiges Angebot hat, ist man auch auf der Gaming Seite + Leistung gut versorgt.

"the Bad" :

Jedoch sind gerade was den Bereich der Spiele angeht noch einige Wünsche offen. Einige beliebte Titel laufen nur mit Wine (da nur als Windowsversion vorhanden)und dies bedarf hin und wieder etwas Recherche. Manches läuft leider gar nicht. Die Treiber unter Linux liefern nicht die gleiche gute Performance ab wie auch unter Windows.

Stichwort Treiber : Das Overclocking und Feintuning wie unter Windows mit Programmen wie MSI Afterburner / AMD Wattman ist nicht möglich. Somit für den einfachen Enduser leider völlig verwehrt. Auch werden einige Fähigkeiten der GPUs gar nicht erst benutzt. z.B. Stromspar Techniken

Auch etwas schade finde ich, dass das Software installieren und deinstallieren nicht so simpel ist wie unter Ubuntu (Mate).

"the Ugly"

Ich finde viele Dinge einfach nicht. Einfaches was man unter Windows noch kennt gibt es unter Linux oft nicht so einfach. Stichwort Systemsteuerung unter Windows! Das Resultat ist eigentlich ein Kontrollverlust für den Benutzer.

Auch gestaltet sich mein Umstieg an einigen Stellen als undurchsichtig. Besonders was das Deinstallieren von Programmen angeht.



Fazit:

Ich bin recht zufrieden und wenn Manjaro einfach weiter so läuft, sehe ich auch keinen Grund mir noch einmal Windows anzutun. Ich würde mich freuen wenn Vorgänge weg von der Console hin zu GUI basiert wandern. Die Treiber werden besser und vielleicht kommen auch irgendwann viele Tools von Windows auch zu Linux.

Mit den Besten Grüßen,
Nebuko


Offline gosia

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #1 am: 21. August 2017, 15:09:36 »
Hallo Nebuko,
ich wollte einfach mal ein kleines Résumé ziehen, nachdem ich nun vor ca. 6 Monate von Windows zu Linux wechselte.
Danke für deinen ausführlichen Bericht, der vielleicht noch andere anregt, mal zu Linux zu wechseln, gerade weil er nicht so schwarz-weiss angelegt ist wie man es manchmal liest.
Ganz kurze Anmerkungen zu wenigen Punkten:

Jedoch sind gerade was den Bereich der Spiele angeht noch einige Wünsche offen. Einige beliebte Titel laufen nur mit Wine (da nur als Windowsversion vorhanden)und dies bedarf hin und wieder etwas Recherche. Manches läuft leider gar nicht. Die Treiber unter Linux liefern nicht die gleiche gute Performance ab wie auch unter Windows.
Solltest Du es noch nicht gesehen habe, so kann ich dir Steam empfehlen
http://store.steampowered.com/linux
habe mit Spielen kaum was zu tun, aber ich denke, das ist eine der ergiebigsten Quellen dafür (Kenner mögen mich berichtigen oder ergänzen).
Auch werden einige Fähigkeiten der GPUs gar nicht erst benutzt. z.B. Stromspar Techniken
Aber zumindest TLP bringt doch was in diese Richtung?, obwohl ich keinen Vergleich zu Windows ziehen kann
https://wiki.archlinux.org/index.php/TLP
Auch etwas schade finde ich, dass das Software installieren und deinstallieren nicht so simpel ist wie unter Ubuntu (Mate).
Das ist wahrscheinlich Geschmacks- oder Gewöhnungssache. Ich finde
sudo pacman -S irgendwasnicht so schwierig. Aber vielleicht vermisst Du solche Sachen wie "welche Software gibt es in Manjaro zur Videobearbeitung o.ä.", also thematisch sortierte Listen. Da gebe ich dir recht.
Ich finde viele Dinge einfach nicht. Einfaches was man unter Windows noch kennt gibt es unter Linux oft nicht so einfach. Stichwort Systemsteuerung unter Windows! Das Resultat ist eigentlich ein Kontrollverlust für den Benutzer.
Oh, da wirst Du wohl den meisten Gegenwind verspüren. Kontrollverlust unter Linux. Nein, dem kann ich nicht zustimmen, ganz und gar nicht. Das ist wohl mehr eine Frage des Lernens und des Vertratwerdens mit den Möglichkeiten von Linux.
Allerdings lässt sich schwer was drüber sagen, solange man nicht weiss, was Du in der Systemsteuerung von Windows hast, was Du unter Linux vermisst.
Ganz allgemein zum Thema "Windows vs. Linux" ist dieser ältere Artikel im grossen und ganzen immer noch gültig
http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/
Ich bin recht zufrieden und wenn Manjaro einfach weiter so läuft, sehe ich auch keinen Grund mir noch einmal Windows anzutun. Ich würde mich freuen wenn Vorgänge weg von der Console hin zu GUI basiert wandern. Die Treiber werden besser
Auch hier: Es gibt eigentlich schon viele Tools, die man sowohl Konsolen-basiert als auch mit GUI benutzen kann. Und was die Treiber betrifft, ja, sie werden besser und wenn die Hardware-Hersteller mitspielen würden (Treiber auch für Linux), so sähe die Situation noch besser aus.
und vielleicht kommen auch irgendwann viele Tools von Windows auch zu Linux.
Hm, hüstel, hüstel... ob ich mir das tatsächlich wünsche... ;) Aber was vermisst Du denn so schmerzlich? Vielleicht gibt es ja schon was Entsprechendes, von dem dir die Experten hier berichten können?

Viele Grüße gosia

Offline Nebuko

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #2 am: 21. August 2017, 16:35:09 »
Es freut mich, dass mein kleiner Text auch etwas anklang findet.

Ich nutze Steam und finde dies als Bezugsquelle für Linux Titel eine tolle Sache. Da es auch für den einfachen Benutzer gut funktioniert, kaufen, installieren, spielen und fertig.
Sicher gibt es nicht jeden AAA Titel sofort auch auf Linux z.B. PUBG , was für mich aber jetzt kein Drama ist bei der riesigen Auswahl bin ich mehr als Versorgt.

Blizzard (Starcraft II + Heartstone) läuft problemlos und flüssig, dank Wine staging (Muss man auch erstmal drauf kommen) Da PlayonLinux und das normale Wine hier zu keinem Erfolg führen

Da ich eine RX 480 verwende hätte ich gern als Tool, "Wattman", hier kann man einwandfrei die Lüftersteuerung (Lüfterkurve) einstellen und auch Overclocking betreiben, was ich echt toll fände.

Wobei das hier schon als Jammern auf hohem Niveau zu betrachten ist, denn alle meine Spiele laufen bei vollen Details im oberen zweistelligen, teils dreistelligen FPS Bereich. (Dota 2/ Tyranny/DontStarve/Heartstone und Starcraft II) Wie man daran sieht, zocken geht auch mit Linux !

Ein kategorisierte Software Boutique wäre tatsächlich wirklich toll, da geht es sicher einigen Menschen so : "Ich brauche ein Programm für Notizen" oder Irgendwas anderes... Die Software ist ja durchaus da, oft weiß man es jedoch nicht.

Auch dann gleich mit der Übersicht installierter Programme, um diese zu löschen. Es ist dann einfach schön zu sehen, was habe ich installiert und was kostet das an Speicher. Oft wird einem dann bewusst was man eigentlich gar nicht mehr benötigt.

PS: Eine Frage ich habe das Problem, dass mein Manjaro XFCE nicht direkt herunterfährt wenn ich dies sage. Sondern erst Steam beendet wird. Dabei bleibt er dann und wenn ich ein zweites Mal herunterfahren will dann klappt es erst. Starte ich Steam gar nicht erst sondern schreibe einfach nur in Office dann gibt es keine Probleme.

Offline gosia

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #3 am: 21. August 2017, 17:12:03 »
Hallo Nebuko,
Ein kategorisierte Software Boutique wäre tatsächlich wirklich toll, da geht es sicher einigen Menschen so : "Ich brauche ein Programm für Notizen" oder Irgendwas anderes... Die Software ist ja durchaus da, oft weiß man es jedoch nicht.
Kommt vielleicht noch. Aber solange solch eine Übersicht nicht existiert gehe ich manchmal gern ins Ubuntu-Wiki fremd ;) Da findet man solche Übersichten. Um beim "Notizen-Beispiel" zu bleiben
https://wiki.ubuntuusers.de/Notizen/
Wenn man gar nicht so recht weiss, mit welchen Begriffen man suchen soll, kann man auch hier starten
https://wiki.ubuntuusers.de/wiki/tags/%C3%9Cbersicht/
Aber natürlich ist das Manjaro-Wiki auch noch da ;)
https://wiki.manjaro.org/index.php/Main_Page
PS: Eine Frage ich habe das Problem, dass mein Manjaro XFCE nicht direkt herunterfährt wenn ich dies sage. Sondern erst Steam beendet wird. Dabei bleibt er dann und wenn ich ein zweites Mal herunterfahren will dann klappt es erst. Starte ich Steam gar nicht erst sondern schreibe einfach nur in Office dann gibt es keine Probleme.
Damit dieses Problem hier nicht untergeht, rate ich dir, dafür einen neuen Thread aufzumachen. Auch für die Frage nach der Lüftersteuerung und Overclocking. Für den Anfang mag dieser Link genügen
https://wiki.archlinux.org/index.php/Improving_performance
Ich selbst habe Null Ahnung davon.

Viele Grüße gosia

Offline LucyDemoon

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #4 am: 22. August 2017, 15:51:09 »
Hallo Nebuko,Kommt vielleicht noch. Aber solange solch eine Übersicht nicht existiert gehe ich manchmal gern ins Ubuntu-Wiki fremd ;) Da findet man solche Übersichten. Um beim "Notizen-Beispiel" zu bleiben
https://wiki.ubuntuusers.de/Notizen/

da fällt mir gerade unter KDE, Discover ein, einige würden jetzt sagen das ding ist scheiße aber ich finds ganz hilfreich, speziell was Software suche angeht,
nur wäre es noch genial wenn man da das AUR und das komplette manjaro repo rein bekommt dann ist es nen echt guter Ersatz zu octopi, mal sehen ab Oktober mach ich eh ne Programmierausbildung da mir das selbst gelernte nicht mehr weiterhilft. Hab echt lust so ein Programm zu schreiben.

Zitat
edoch sind gerade was den Bereich der Spiele angeht noch einige Wünsche offen. Einige beliebte Titel laufen nur mit Wine (da nur als Windowsversion vorhanden)und dies bedarf hin und wieder etwas Recherche. Manches läuft leider gar nicht. Die Treiber unter Linux liefern nicht die gleiche gute Performance ab wie auch unter Windows.

Zu Spiele und Linux, speziell die von Großen Publishern wie Ubisoft oder EA, bin mir sicher das das noch 20 jahre dauern wird bis die mal umdenken, den egal wo man nachliest in deren foren oder wo anders,
Es liest sich immer das linux zuwenige nutzer hat ( < 2% angeblich) und es deswegen die Spiele nicht für Linux gibt und es auch keine standards gibt (Paketmanager ka wie viele da es mittlerweile gibt aber zuviele)
Problem ist nur das ist irgendwie ein Teufelskreis
die sagen es gibt zuwenige die unter linux spielen aber andererseits gibt es Wenig spiele unter linux was die nutzer spielen könne, da die Publisher sie ja nicht für Linux portieren bzw eigentlich ists ja nur nen compilierungs problem (DirectX :D)! merkt ihr das Problem ?

Und es ist nicht wirklich ein treiber problem sondern eher die Schlechten portierungen von Direct X zu OpenGL, zudem frage ich mich sowieso warum die nicht Vulkan zukünftig nehmen sondern lieber DX12 -.- also wieder Windows only Games

PS: Eine Frage ich habe das Problem, dass mein Manjaro XFCE nicht direkt herunterfährt wenn ich dies sage. Sondern erst Steam beendet wird. Dabei bleibt er dann und wenn ich ein zweites Mal herunterfahren will dann klappt es erst. Starte ich Steam gar nicht erst sondern schreibe einfach nur in Office dann gibt es keine Probleme.


Das selbe Problem habe ich mit KDE Plasma auch und noch keine Lösung gefunden.

Offline EgLe

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #5 am: 22. August 2017, 22:19:46 »
Hallo,

danke für deinen Beitrag, ist immer erfrischend sowas zu lesen solange es sachlich bleibt ohne Hetzte  ;)

Über die Gui denke ich mal hat man die meiste Kontorlle wohl bei KDE, hier beschweren sich ja viele das es schon zu überladen sei  :)

Naja zur Lüftersteuerung:

Da ich Dreamboxen benutze (STB) mit Lüfter die auch auf Linux laufen weiß ich das es dort sowas wie "fancontrol" gibt (Temperaturgeseutert).
Aber für Tools usw. finde ich das Ubuntu-Wiki die erste wahl als Übersicht.
Und auch ein "DuckDuckGo" nach "Lüftersteuerung unter Linux" bringt mich sofort auf das Ubuntu-Wiki:

https://wiki.ubuntuusers.de/L%C3%BCftersteuerung/

Naja unter Linux ist es so das man eigentlich fast alles über die Konsole machen kann/könnte, und wenn es für was keine Gui gibt hatte eben wohl noch keiner der sowas programmieren kann daran Intresse eben eine Gui zu diversen Tools zu schreiben.

Naja und zum Thema Fancontrol und Energiesparen gibt es ja eigentlich auch reichlich zu finden. z.B.:

http://thinkwiki.de/ThinkPad_Fan_Control
http://thinkwiki.de/Linux_Stromsparen
http://ez.lbm-services.de/ez-work/Lueftersteuerung-unter-Linux-lm-sensors-pwmconfig-fancontrol
https://www.golem.de/news/nzxt-luefter-auch-unter-linux-steuern-1703-126419.html

und noch viele mehr ....

Naja von mir gibt es nur deutschsprachige Links, da mein Englisch mehr schlecht als recht ist  :'(

MfG EgLe

Offline vetzki

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #6 am: 23. August 2017, 09:13:16 »
...
"the Bad" :

Jedoch sind gerade was den Bereich der Spiele angeht noch einige Wünsche offen. Einige beliebte Titel laufen nur mit Wine (da nur als Windowsversion vorhanden)und dies bedarf hin und wieder etwas Recherche. Manches läuft leider gar nicht. Die Treiber unter Linux liefern nicht die gleiche gute Performance ab wie auch unter Windows.

Stichwort Treiber : Das Overclocking und Feintuning wie unter Windows mit Programmen wie MSI Afterburner / AMD Wattman ist nicht möglich. Somit für den einfachen Enduser leider völlig verwehrt. Auch werden einige Fähigkeiten der GPUs gar nicht erst benutzt. z.B. Stromspar Techniken

Auch etwas schade finde ich, dass das Software installieren und deinstallieren nicht so simpel ist wie unter Ubuntu (Mate).

ja die treiber sind in der regel (oder immer ?) leider nicht so gut
wenn du wine nutzt und es noch nicht ausprobiert hast, schau dir mal "playonlinux" an, damit lassen sich verschiedene wine versionen (mit verschieden "winetricks" installierten) gut verwalten (als ich noch wine genutzt hatte wars bei mir so das anwendung x mit version x besser/überhaupt läuft, anwendung y mit version y)

Overclocking: auch das wird nicht wirklich unterstützt (bzw. in dem maße wie unter windows), aber zumindest bei Nvidia (leider keine ahnung ob amd was ähnliches bietet) kann man in der x config datei die "Coolbits" Option eintragen und damit OC/UC freischalten (bei nvidia dann in den nvidia-settings. laut arch wiki ging damit auch die lüftersteuerung. aber wiegesagt damit nur bei nividia).

Software installieren und deinstallieren versteh ich nicht ganz? das ist doch super einfach mit pacman bzw. yaourt

Installieren mit: pacman -S paketname

Deinstallieren mit: pacman -Rs paketname  (bzw. mal pacman -R --help anschauen für die optionen, ich verwende auch gerne -Rucns)

Zitat
"the Ugly"

Ich finde viele Dinge einfach nicht. Einfaches was man unter Windows noch kennt gibt es unter Linux oft nicht so einfach. Stichwort Systemsteuerung unter Windows! Das Resultat ist eigentlich ein Kontrollverlust für den Benutzer.

Auch gestaltet sich mein Umstieg an einigen Stellen als undurchsichtig. Besonders was das Deinstallieren von Programmen angeht.



Fazit:

Ich bin recht zufrieden und wenn Manjaro einfach weiter so läuft, sehe ich auch keinen Grund mir noch einmal Windows anzutun. Ich würde mich freuen wenn Vorgänge weg von der Console hin zu GUI basiert wandern. Die Treiber werden besser und vielleicht kommen auch irgendwann viele Tools von Windows auch zu Linux.

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Nebuko

ja sowas wie die systemsteuerung gibt es nicht. Am nähesten kommt dem imo "Systemeinstellungen" in KDE, aber das brauchts auch nicht.
Konfigurationen vom System änderst du in der regel in /etc, nutzereinstellungen in der Regel in $HOME in einer . Konfigurationsdatei
Log Dateien schaust du mit journalctl an (manpage bzw. --help anschauen oder googlen)
"Dienste" startest du normal mit systemctl (auch hier manpage bzw. --help anschauen oder googlen)

Generell:
am anfang wirst du auf viele terminal befehle stoßen welche dir erstmal nichts sagen und teilw. verwirrend aussehen, aber wenn du sie mal selbst benutzt und rumprobierst (und die manpage dazu anschaust) kannst du dir diese (meiner meinung) besser merken.

apropos und man benutzen.
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 09:16:21 von vetzki »

Offline LucyDemoon

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #7 am: 24. August 2017, 10:15:44 »
ja sowas wie die systemsteuerung gibt es nicht. Am nähesten kommt dem imo "Systemeinstellungen" in KDE, aber das brauchts auch nicht.
Konfigurationen vom System änderst du in der regel in /etc, nutzereinstellungen in der Regel in $HOME in einer . Konfigurationsdatei
Log Dateien schaust du mit journalctl an (manpage bzw. --help anschauen oder googlen)
"Dienste" startest du normal mit systemctl (auch hier manpage bzw. --help anschauen oder googlen)

KDEs Systemeinstellung ist im Prinzip auch wie die Systemsteuerung von Windows,
aber das es nicht gebraucht wird mag zwar stimmen für die die GUI lösungen ablehnen aber die die es nutzen kann ich nur sagen das man nicht wirklich die Konsole braucht
hab bis jetzt nur ca 3 mal konsole gebraucht und das war beim einrichten von REFIND, fürs chownen vom /opt, und fürs löschen aller kde* files im ~/.config ordner

ansonnsten kann man mit KDE plasma sogut wie alles mit der gui machen, selbst system dateien ändern ohne sudo befehl zb einfach /etc/pacman.d/mirrorlist mit Kate öffnen was ändern und speichern drücken, dann kommt die meldung zur passwort abfrage.

aber zu sagen das ne GUI Lösung nicht gebraucht wird ist schlicht falsch. und wenn ich bessere skills in Programmieren hätte würde ich sogar ne Steuerung für meine Wakü im pc, ne GUI Lösung basteln

Offline gosia

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #8 am: 24. August 2017, 11:57:00 »
Hallo LucyDemoon,
ab Oktober mach ich eh ne Programmierausbildung da mir das selbst gelernte nicht mehr weiterhilft. Hab echt lust so ein Programm zu schreiben.
wenn ich bessere skills in Programmieren hätte würde ich sogar ne Steuerung für meine Wakü im pc, ne GUI Lösung basteln
Das sind die echten Herausforderungen, vielleicht bekommen wir nächstes Jahr schon die ersten Früchte deiner Programmierkunst von dir zu sehen. 
aber das es nicht gebraucht wird mag zwar stimmen für die die GUI lösungen ablehnen aber die die es nutzen kann ich nur sagen das man nicht wirklich die Konsole braucht
...
aber zu sagen das ne GUI Lösung nicht gebraucht wird ist schlicht falsch
Das ist eine dieser fruchtlosen Diskussionen a la "vim versus emacs", bei der beide Parteien irgendwie Recht haben. Wer die Kommandozeile bevorzugt kommt ohne GUI aus und wenn es denn eine GUI gibt, dann kann man die benutzen. Insofern ist die Aussage
"Systemeinstellungen" in KDE, aber das brauchts auch nicht.
eben subjektiv und so gesehen weder falsch noch richtig, sondern einfach Geschmackssache, und über Geschmack sollte oder kann man bekanntlich nicht streiten.

Viele Grüße gosia

Offline Amber

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Re: Mein Wechsel zu Linux
« Antwort #9 am: 26. August 2017, 20:37:52 »
Moin,

Zitat von: LucyDemoon
ich nur sagen das man nicht wirklich die Konsole braucht

Lern mal Programmieren, Du wirst die Konsole schätzen lernen und selbst Windows hat eine, sogar inzwischen eine sehr gute.
Ja ich nutze KDE und auch die Systemsteuerung diese ist deshalb Windows ähnlich da damals KDE Windows ähnlich sein wollte. Inzwischen kann man aber unter KDE mehr einstellen als unter Windows denn dort müßte man tatsächlich in die Registry um einige Einstellungen zu machen. (Wenn es mit Win10 noch geht.)

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