Manjaro Linux Forum

Technische Fragen und Hilfe => Installation und Konfiguration => Thema gestartet von: ebbi97a am 21. März 2018, 18:04:03

Titel: Kann rEFInd Grub2 ersetzen?
Beitrag von: ebbi97a am 21. März 2018, 18:04:03
Im letzten Jahr habe ich mich mehrere Wochen bemüht (und auch die hilfsbereiten Leute in diesem Forum kräftig genervt), ein Altlastensystem mit BIOS, MPT und MBR auf EFI und GPT umzustellen. Nach langen Mühen und Verständnisschwierigkeiten war das auch von Erfolg gekrönt (https://de.manjaro.org/index.php?topic=8012.msg51881#msg51881), wenngleich nicht zu meiner vollen Zufriedenheit. Das lag aber nicht an der Umstellung (die ist restlos gelungen), sondern an meinen falschen Vorstellungen von Funktion, Wirkungsweise und Zuständigkeiten von Grub2.

Ich habe 5 startfähige aktuelle Linuxsysteme, wovon nur eines produktiven Zwecken dient und die anderen aus Neugierde oder als Testbetten für Änderungen nach und nach dazukamen. Um die Grub-Schwierigkeiten loszuwerden habe ich rEFInd ins Auge gefaßt, welches aber nur für Manjaro und Antergos direkt im Repository zur Verfügung steht. Ich weiß, daß es für die anderen Systeme Mittel und Wege gibt, sowas trotzdem zu erreichen. Das will ich aber nicht, weil ich zu unerfahren bin und schon mit den normalen Verfahren bei so tiefgreifenden Systemeinstellungen meine liebe Not habe.

Also habe ich mit Antergos und Manjaro angefangen, rEFId zusätzlich zu Grub2 zu installieren. Es hat auf Anhieb funktioniert, das Ergebnis ist leider ein bischen verwirrend zu bedienen, aber auch nicht viel schlimmer als das, was ich vorher hatte.

Beim Grub hat mich gestört, daß bei größeren Aktualisierungen die Bootmimiken immer wieder neu erzeugt werden und die jeweils restlichen Systeme fast alle mit eingebunden werden, wobei aber nicht alle Startzeilen funktionieren. Weiterhin drängt sich oft ein anderes Grub-Menü als vorher in den Vordergrund: manchmal wird alles von Xubuntu, dann wieder von Manjaro oder von Mint gestartet. Dabei sind manchmal dem sich gerade als federführend betrachtenden Grub nicht die letzten Kernelversion der (bereits aktualisierten) Konkurrenzsysteme bekannt (die Einbindungen sind also auf einem veralteten Stand).

Obendrein besteht noch eine merkwürdige Ausnahme bei Linux Mint, welches niemals (!) in die das von EFI verwaltete Menü eingebunden wird, die anderen aber schon. Höchstwahrscheinlich habe ich da unwissenderweise einen systematischen Fehler gemacht und sicher könnte man das mit erheblicher Mühe herausfinden und in Ordnung bringen. Das will ich aber gar nicht, sondern ich möchte GRUB2 loswerden. Der Versuch mit Antergos (ganz rein -- kein AUR) und Manjaro (auch rein) war der erste Schritt. Weil Manjaro jetzt monatelang ganz handzahm zu mir war und mich nie mehr geschockt hat, möchte ich da und bei Antergos den Grub2 einfach regelkonform deinstallieren.

Was erwartet mich dann? Nicht viel -- bilde ich mir ein. Beide Systeme sollten immer noch per EFI-Menü und per rEFInd auffindbar und startbar sein, per Grub aber nicht mehr. Die anderen Systeme sollten davon nichts merken und weiterhin per Grub erreichbar sein.

Ist das zu kurz gedacht oder wird das klappen?

P.S.:
Real (nicht virtuell) installierte Systeme:
Titel: Re: Kann rEFInd Grub2 ersetzen?
Beitrag von: SpiritOfTux am 21. März 2018, 20:34:56
Einfach den Bootmanager tauschen ist nicht so einfach, warum

Grub2  bringt einiges an Firmware mit, damit entsprechende Medien und Filesysteme gestartet werden können, Standard bei allen Distri's
rEFInd kein Standard

Unterschiede zwischen
Zitat
Linux-Distribution                                                   Packages:                                      Aktualisierung:
Xubuntu 16.04 (produktiv)                                     Base_On:_Debian_*.deb               Teil, LTS, Stable
Linux Mint (Cinnamon) 18.3                                  Base_On:_Debian_*.deb                Teil, LTS, Stable
Manjaro (KDE)                                                      Base_On:_ArchLinux_*.pkg.tar.xz   UpToDate, Stable
Antergos                                                               Base_On:_ArchLinux_*.pkg.tar.xz    UpToDate
Gecko Linux (aktualisiert auf OpenSuSE 42.3)    Base_On:_RedHat_*.rpm                 Teil

Was Unterscheidet jetzt die Distri's,, die Tools zur Packages-Verwaltung,
Das man hier ins Schleudern kommt ist verständlich, sich für eine Distri zu entscheiden  nicht einfach
Auf jeden Fall sollte über all erst rEFInd installiert sein bevor man Hand an Grub2 legt

Nachtrag:
Bei Linux Mint wird es nach dem Release 18.n keine KDE-Version mehr geben. 
Titel: Re: Kann rEFInd Grub2 ersetzen?
Beitrag von: ebbi97a am 22. März 2018, 07:26:52
Auf jeden Fall sollte über all erst rEFInd installiert sein bevor man Hand an Grub2 legt
Werde ich so machen; es eilt ja nicht.

Nachtrag:
Bei Linux Mint wird es nach dem Release 18.n keine KDE-Version mehr geben.
Oh jeh! Schon wieder umbauen oder hinschmeißen!
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NACHTRAG:
Jetzt hast du mich aber ziemlich auf's Glatteis geführt! KDE habe ich bei Manjaro -- bei Mint habe ich Cinnamon. ::)
Titel: Re: Kann rEFInd Grub2 ersetzen?
Beitrag von: SpiritOfTux am 22. März 2018, 08:57:41
Werde ich so machen; es eilt ja nicht.
Oh jeh! Schon wieder umbauen oder hinschmeißen!

Die Aufgabe von LM 18.y KDE, wird/wurde bestimmt der Fragmentierung der GTK-Gemeinschaft geschuldet,
die Folge sind Forks (Cinnamon, Mate) der Gnome-Gemeinschaft , Abwandlungen/Parallelentwicklungen und
eine damit einhergehende Fragmentierung die nicht ohne die entsprechende Manpower der Community - Gemeinschaft
möglich ist.

GTK <==== Erfordert entsprechende Zeit/Manpower ====> QT

Hut ab vor dem was die Teams hier leisten.