Autor Thema: Swap-Partition  (Gelesen 5224 mal)

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Swap-Partition
« am: 09. September 2014, 16:54:19 »
Liebe Manjaro Community,
auf meinem neuen Notebook hätte ich gern die Swap-Partition gelöscht und den frei werdenden Bereich der darauf folgenden Partition (in dem Fall /) zugeordnet. Das Notebook verfügt über 16 GB Ram, daher ist die Swap-Partition, welche bei der automatischen Installation angelegt wurde, wohl nicht erforderlich. Da die Partitionierung nicht manuell erfolgte, sind auch diese „Einschübe“ zwischen den Partitionen Ergebnis der unbeeinflussten automatischen Partitionierung!
Aus dem laufenden System heraus, wird man derartige Veränderungen wohl nicht ausführen können, daher habe ich mir bereits eine bootfähige CD-Rom angelegt, habe aber großen Respekt davor, hier etwas anzufangen, was ich nicht wirklich beherrsche.

Zudem hätte ich gern auf der präformierten Windows-Festplatte einen Bereich, wo ich große Dateien unterbringen kann, die unter Manjaro entstanden sind, denn die zusätzlich verbaute SSD-Festplatte mit Manjaro hat nur 240 GB.
Eine ext4 Partition macht wohl keinen Sinn, zumal man mit Linux auf NTFS Zugriff hat, aber wo genau unter Windows gehört bspw. der Ordner (Linux) hin, wo ich meine Dateien ablegen kann. Bei Windows finde ich das alles ziemlich verwirrend!

Für Eure Hilfe im Voraus schon mal herzlichen Dank
Eckart
 

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Re: Swap-Partition
« Antwort #1 am: 09. September 2014, 18:44:45 »
Swap ist wichtig für Hibernate.

Offline drelanger

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Re: Swap-Partition
« Antwort #2 am: 09. September 2014, 20:04:21 »
Hi Verändert,
Im Prinzip willst Du mir wohl sagen, ich sollte da besser nichts verändern, was mich spontan an Dein Pseudo erinnert.
Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass die Swap-Partition nur das macht, was ihr Name sagt. Das ist dann wohl nicht zutreffend und verdeutlicht wieder mal, dass man nicht vorschnell handeln sollte!
Hast Du eine Ahnung, weshalb diese „Einschübe“ zwischen den Partitionen da sind. Ich habe sowas bisher nicht gesehen und tritt bei manueller Partitionierung nur dann auf, wenn man das explizit so will. Aber warum?
Danke für Deine Warnung!

Eckart
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GypsyWolve

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Re: Swap-Partition
« Antwort #3 am: 10. September 2014, 08:59:24 »
Moin

was meinst du mit Einschueben?

Zum Anderen kann man durchaus rumschrauben (macht ja auch Spass) und wenn du Hibernate nicht verwendest und auch so keine komplizierten komplexen Kompilierungen machst, koenntest du durchaus darauf, bei 16GB, verzichten.

Die swap wird neben hibernate auch als "vergroesserter" Speicher fuer /tmp verwendet


Gruss


GW

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Re: Swap-Partition
« Antwort #4 am: 11. September 2014, 10:24:03 »
Moin GypsyWolfe,

ich habe das Notebook eigentlich für den Hausgebrauch gekauft, zum Reisen ist es m.M.n. zu groß und zu schwer. Vielleicht noch zum Angeben aber dann wäre es wohl eher ein Apple-Produkt geworden anstatt Toshiba.
Insofern könnte man schon drüber nachdenken, ob man Hibernate wirklich braucht, mithin die Swap-Partition.
Worüber ich jetzt nachdenke ist /tmp, vielleicht ist der ja auch entbehrlich und kann umgesiedelt werden.
Da muss ich aber erst mal sehen wo ich da was Verständliches finde.

Wenn Du Dir die Partitionstabelle genau anschaust, findest Du zwischen jeder Partition einen Bereich von 1.00 MiB welcher nicht zugeteilt ist. Für mich sieht das so aus wie ein Einschub, Puffer oder ähnliches. Dafür habe ich keine Erklärung, aber irgend einen Sinn wird das sicher haben, den rein zufällig entsteht so was nicht.

Über Hinweise /tmp betreffend würde ich mich natürlich sehr freuen.

Liebe Grüße
Eckart
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Re: Swap-Partition
« Antwort #5 am: 11. September 2014, 11:38:57 »
Den "Einschub" vor der ersten Partition braucht man bisweilen zum booten. Gleiches gilt für die Abgrenzung zu Windows-Partitionen. Die weiteren Einschübe kann ich nicht erklären. Aber 1MB ist ja nun nichts, was wirklich Speicher kostet.

Offline drelanger

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Re: Swap-Partition
« Antwort #6 am: 11. September 2014, 12:39:34 »
Hi Verändert,
vielen Dank für Deine Antwort. Platz nimmt das wirklich nicht weg. Da ich zum ersten Mal mit diesem „fürchterlichen Uefi und gleichzeitigem Dualboot mit Windows“ konfrontiert war, habe ich mir schon ausgemalt, es könnte sich hier um eine weitere Windows-Tücke handeln!!
Ist es natürlich nicht aber zuzutrauen wäre es dieser mehrfach vorbestraften Firma allemal!

Gruß Eckart
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Offline Jonathan

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Re: Swap-Partition
« Antwort #7 am: 11. September 2014, 21:12:09 »
Ich hab mir grad mal - durch starten von gparted - angeschaut, was gemeint sein könnte.
(auf meinem System natürlich - nicht daß hier VT's aufkommen ;) ...)
In gparted sind die vorhandenen Partitionen optisch durch einen Zwischenraum getrennt.
Das ist nur die visuelle Repräsentation der Verhältnisse auf der Festplatte.
Der in der Darstellung gebrauchte Platz zwischen Partitionen korrespondiert nicht 1:1 mit der Realität - ist nur eine Visualisation der hier eigentlich wichtigen Elemente: die Partitionen.

Wenn ich cfdisk aufrufe zeigt sich, daß die Partitionen sich an die Sektorgrenzen der HDD halten - was durchaus sinnvoll ist.
Ein wenig des theoretisch verfügbaren Speicherplatzes mag dadurch verloren gehen, doch der Vorteil bei der Zugriffsgeschwindigkeit der HDD auf die Daten überwiegt definitiv, wenn Partitionen sich an die physisch durch die HDD vorgegebenen Sektorgrenzen halten.

Relax, forget Windows OS, which is still a valuable OS that MANY people use.
Das sage ich als jemand, der das praktisch noch nie für dei eigenen Zwecke genutzt hat.
Alles eine Frage der Gewöhnung.
« Letzte Änderung: 11. September 2014, 21:24:31 von Jonathan »

Offline Jonathan

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Re: Swap-Partition
« Antwort #8 am: 11. September 2014, 21:27:04 »
...schon wieder kann ich meinen Post nach ein paar Minuten nicht mehr editieren - der Rechtschreibfehler oben muß also leider drin bleiben ...

Sorry!

... ist dieses Verhalten der Board Software Absicht?
Falls ja - warum?
... ist aber nicht wirklich wichtig zu wissen ...
Keeps you on your toes prior to posting - but shit still happens and can't be corrected this way.
« Letzte Änderung: 11. September 2014, 21:34:45 von Jonathan »

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Re: Swap-Partition
« Antwort #9 am: 11. September 2014, 21:49:54 »
@drelanger: Windows macht das zwar auch, aber hier ist Linux ausnahmsweise schuld ;-)

Offline Jonathan

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Re: Swap-Partition
« Antwort #10 am: 11. September 2014, 22:09:24 »
...
Worüber ich jetzt nachdenke ist /tmp, vielleicht ist der ja auch entbehrlich und kann umgesiedelt werden.
...
Über Hinweise /tmp betreffend würde ich mich natürlich sehr freuen.

/tmp umsiedeln?
Warum gleich nochmal?

/tmp ist Teil der "normalen" Dateisystemstruktur.
Dort werden temporär benötigte Daten abgelegt.
- X11 - die grafische Oberfläche nutzt das z.B.
- systemd - das verwendete init system
- fast alle Programme während sie laufen

Ist nicht entbehrlich bloß weil es temporär ist ...

Wenn Du das umsiedelst .... speicherst Du das Zeug halt woanders, aber trotzdem ;)
ohne gehts nicht

/tmp ist nach einem reboot wieder leer ...

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Re: Swap-Partition
« Antwort #11 am: 12. September 2014, 09:23:06 »
Moin Jonathan,

https://wiki.archlinux.de/title/Ramdisk,

schau Dir das bitte einmal an, daran hatte ich gedacht. Das Problem ist, dass ichs auf Anhieb nicht verstehe und es zurück gestellt habe.
Aber vielleicht kannst Du das ein wenig erhellen?

Gruß

Eckart
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Re: Swap-Partition
« Antwort #12 am: 12. September 2014, 12:09:38 »
Moin!

Aha.
Wenn man viel RAM hat, ist das sicher eine gute Idee.
Ich würde für /tmp immer die Variante mit tmpfs nehmen, welches im Fall des Falles auf den Auslagerungsspeicher zurückgreift.

Es ist wirklich so einfach wie es dort steht:
none     /tmp     tmpfs     defaults,mode=1777     0     0
Diese Zeile in /etc/fstab bewirkt, daß ein Teil des Arbeitsspeichers unter /tmp eingehangen wird.
Alles was das System nach /tmp schreibt, landet also nicht mehr auf der Festplatte, was das ganze schneller macht.
Ob das mit SSD geschwindigkeitsmäßig merklich ist weiß ich nicht, aber es reduziert jedenfalls die Anzahl der Schreibvorgänge was ja vielleicht die Lebensdauer der SSD verlängert.

Nach diesem Prinzip kannst Du auch einen Ordner irgendwo auf Deiner Windows-Platte erstellen und diesen dann irgendwo in Deinem Heimatverzeichnis verfügbar machen.

Ist aber evtl. etwas tricky, weil das voraussetzt, daß Windows immer vollständig runtergefahren wird.
Passiert das nicht, was der Normalfall ist, dann ist das Dateisystem in einem Zustand, in dem es von außen, duch Linux, nicht benutzt werden kann und das Einhängen wird fehlschlagen bzw. das Dateisystem wird nur lesbar, aber nicht beschreibbar sein.

/dev/windowspartition /home/username/windowsordner ntfs-3g defaults 0 0Das "defaults" müßte evtl. noch duch die richtigen Rechte ersetzt werden.

Muß man nicht so machen, man kann auch einfach den Dateimanager nutzen um bei Bedarf einzuhängen und Daten zu transferieren.

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Re: Swap-Partition
« Antwort #13 am: 12. September 2014, 13:56:42 »
Das macht bei einer SSD -zumindest bei mir- keinen Unterschied. Bei einer HD ist er aber spürbar.

Offline drelanger

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Re: Swap-Partition
« Antwort #14 am: 12. September 2014, 15:35:55 »
Hallo Jonathan und Verändert,

mir geht es in der Tat gar nicht so sehr um Schnelligkeit, sondern um die Lebensdauer der SSD-Festplatte.
Ich habe schon vor ein paar Tagen Windows so eingerichtet, dass es komplett heruntergefahren wird. Warum fällt mir im Moment nicht mehr ein. Hing wohl mit dem Dualboot zusammen?

Verstehe ich das jetzt richtig, dass ich lediglich diesen Befehl im Terminal einzugeben habe, und schon erscheint dieser Eintrag in der fstab, der dafür sorgt, dass die Schreibvorgänge auf der Festplatte reduziert werden? Dann würde ich das sofort machen!

Ob Windows tatsächlich immer komplett heruntergefahren wird, kann ich nicht bestätigen. Immerhin tauchte das Problem nicht mehr auf, was dadurch entstand, dass Windows nicht komplett herunterfuhr. Was auch immer das für ein Problem war.

Ich benutze Windows fast nie, ist eigentlich nur da, weil es beim Kauf auf der Festplatte vorinstalliert war und mir mit dem UEFI-Boot das Leben lange Zeit schwer machte, weil ich das mit dem Dualboot nicht sogleich hinbekam.


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