Autor Thema: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic  (Gelesen 3504 mal)

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Offline julianpe

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Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« am: 30. November 2015, 20:38:09 »
Hallo,

ich habe heute Manjaro installiert. Meine Festplatten schauen folgendermaßen aus:

/dev/sda - SSD mit Windows 8
/dev/sdb - SSD mit Ubuntu 14.04
/dev/sdc - HDD mit Manjaro

Das ganze läuft auf einem Lenovo Thinkpad E531

Standardmäßig ist der grub2 Bootloader auf der Ubuntu Partition.

Nachdem ich Manjaro installiert habe und in Ubuntu ein sudo grub-update gemacht habe,
kommt beim Starten von Manjaro immer folgende Fehlermeldung:

Kernel panic - not syncing: VFS: unable to mount root fs on unknown-block(0,0)
Wie kann ich diese Fehlermeldung unterbinden und weiter ins System starten?

Vielen Dank und viele Grüße

Offline Hubsi_Gberg

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #1 am: 30. November 2015, 20:56:51 »
Hallo julianpe

hört sich für mich ganz so an, wie wenn GRUB bei dir die Startpartition nicht findet, also eine falsche UUID vorgibt.

Wohin hast du denn den Manjaro-GRUB geschickt, als du Manjaro installiert hast?

Vielleicht zeigt du uns einfach mal, wo überall ein GRUB bei dir vorkommt:
sudo fdisk -l 2>/dev/null | egrep "Disk /|/dev/" | sed "s#^/dev/#Part /dev/#" | awk '{print $2}' | sed 's/://' | xargs -n1 -IX sudo sh -c "hexdump -v -s 0x80 -n  2 -e '2/1 \"%x\" \"\\n\"' X | xargs -n1 -IY sh -c \"case  \"Y\" in '48b4') echo X: GRUB 2 v1.96 ;; 'aa75' | '5272') echo X: GRUB Legacy ;; '7c3c') echo X: GRUB 2 v1.97 oder v1.98 ;; '020') echo X: GRUB 2 v1.99 ;; *) echo X: Kein GRUB Y ;; esac\""
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Offline julianpe

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #2 am: 30. November 2015, 20:59:07 »
Hallo,


vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung.
Folgenden gibt meine Konsole dann aus:

/dev/sda: Kein GRUB 9f83
/dev/sda1: Kein GRUB 55aa
/dev/sda2: Kein GRUB 55aa
/dev/sdb: GRUB 2 v1.99
/dev/sdb1: Kein GRUB 00
/dev/sdb2: Kein GRUB 00
/dev/sdb5: Kein GRUB 00
/dev/sdb6: Kein GRUB 00
/dev/sdc: GRUB 2 v1.99
/dev/sdc1: Kein GRUB 00


Ich habe bei der Installation auf ein grub2 Bootloader verzichtet, da ich bereits einen in meiner Ubuntu Partition nutze und ich dachte, dass einer reicht und Manjaro dort integrieren kann.

Offline Hubsi_Gberg

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #3 am: 30. November 2015, 21:24:21 »
Ich habe bei der Installation auf ein grub2 Bootloader verzichtet...........
Du hast aber auf sdc definitiv einen zweiten GRUB. Also ist meine Vermutung: Bei der Installation von Manjaro ist was gehörig durcheinander geraten. :D

Kannst du uns mal bitte folgende Ausgabe zeigen:
sudo blkidWir brauchen jetzt wohl alle aktuellen UUIDs deiner Partitionen.

Amber

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #4 am: 30. November 2015, 22:07:32 »
Moin,

Entschuldigung bitte aber ich werfe das mal hier so rein, irgendwo habe ich gelesen das ubuntu's Grub Schwierigkeiten hat Manjaro korrekt zu erkennen.
Möchte aber jetzt niemanden auf die falsche Fährte setzen.

peace

Offline julianpe

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #5 am: 30. November 2015, 22:20:27 »
Hallo zusammen,

ich habe Manjaro grade nochmal neu installiert und auf /dev/sdc den Bootloader installiert.
Wenn ich nun über den grub2 Bootloader vom Ubuntu, nachdem ein update-grub durchlief,
Manjaro starten möchte, dann bekomme ich wieder o.g. Fehler.

Wenn ich jedoch gleich im Bios einstelle, dass ich von der seperaten Festplatte boote,
auf der sich Manjaro befindet, so startet das System ohne Probleme.


sudo blkidgibt mir folgendes aus:

julian@Thinkpad:~$ sudo blkid
/dev/sda1: LABEL="System-reserviert" UUID="2A4CC9774CC93DF7" TYPE="ntfs"
/dev/sda2: UUID="86AAD558AAD544F9" TYPE="ntfs"
/dev/sdb5: UUID="477cf743-d6be-4827-977c-5fb4e7c59828" TYPE="ext4"
/dev/sdb6: UUID="448a8649-3043-453c-a368-52891f415e92" TYPE="ext4"
/dev/sdc1: UUID="da3f77f5-9cd0-4748-9fe7-2a0c604819e0" TYPE="swap"
/dev/sdc2: UUID="58fba60d-7be3-4641-81d7-00e6e9b9db67" TYPE="ext4"
/dev/sdc3: UUID="cddeb58d-8c05-45ce-af25-e92576f250e7" TYPE="ext4"
/dev/sdc4: LABEL="Austausch" UUID="47B25DF54F8B07BD" TYPE="ntfs"
« Letzte Änderung: 30. November 2015, 22:24:39 von julianpe »

Offline Hubsi_Gberg

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #6 am: 30. November 2015, 22:45:39 »
Ok, das geht ja dann auch  ;D ;D

Sofern es für dich kein Problem ist, dann belasse die Startoption im BIOS einfach so.

Normalerweise hätten wir jetzt noch zwei Möglichkeiten (wenn du wieder den Ubuntu-GRUB nehmen willst)
  • vom Ubuntu-Livesystem aus Grub nochmals neu in deine sdb installieren
  • die UUID deiner ursprünglichen Startpartition ermitteln und mit der vorhandenen im "alten" Grub vergleichen. Danach vermutlich die UUID durch Editieren des GRUB-Menüs "austauschen"

Aber wenn es auch so geht - dann ist das zwar keine direkte Lösung  :-\  -- Aber: Never touch a running system  O:-)
« Letzte Änderung: 30. November 2015, 22:58:28 von Hubsi_Gberg »

Offline gosia

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #7 am: 30. November 2015, 23:59:44 »
Hallo Amber,
irgendwo habe ich gelesen das ubuntu's Grub Schwierigkeiten hat Manjaro korrekt zu erkennen.
Möchte aber jetzt niemanden auf die falsche Fährte setzen.
Das ist wohl keine falsche Fährte. Ich hatte dieses Problem früher auch mal, was wohl daran lag, daß der Grub von Ubuntu nur initrd /intel-ucode.img in die grub.cfg schreibt, ohne /initramfs-4.1-x86_64.img dahinter. Ich hoffe, daß ich das richtig in Erinnerung habe.

@julianpe
Du kannst ja mal in deiner von Ubuntu erzeugten grub.cfg nachsehen, ob dem so ist. Wenn ja, dann probiere mal vor dem Start von Grub das von Hand zu korrigieren (die Versionswerte 4.1 bei Bedarf anpassen). Ist auf Dauer natürlich keine Lösung.
Daß der Ubuntu-Grub Manjaro nicht starten kann, wird auch hier erwähnt
https://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-manjaro-und-windows-10-parallel-install/2/
Der dort erwähnte Thread https://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-und-manjaro-im-multoboot-grub-probleme/ läuft bei mir leider ins Leere.

Viele Grüße gosia
"funktioniert nicht" ist keine brauchbare Fehlermeldung

Offline Xeno

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #8 am: 01. Dezember 2015, 00:33:38 »
Hallo julianpe

Ja, Ubuntus GRUB kann Manjaro nicht starten, genauer: Manjaro donnert so gestartet in Kernel panic. Ist so. Die einfachste Lösung für mich (aber längst nicht die einzig mögliche) ist, einfach den Grub von Manjaro verwenden. Der startet nämlich Ubuntu (und auch sonst alles, was entfernt ein Betriebssystem sein könnte) problemlos. So wurde ich bezüglich dieser Frage glücklich.

Wenn Du diesen Weg wählst, ist es wichtig, dass Du nachher den GRUB von Ubuntu statt in den MBR (also nach sda oder so) in die Partition installierst, wo Ubuntu drauf ist (und zwar ganz genau in die), also

sudo grub-install /dev/sdXZ

mit X für die Platte (a, b, c...) und Z für die Partitionsnummer (1, 2, 3...). Schaue vorher nach (in GParted zum Beispiel), in welcher Partition genau Ubuntu ist!

Mit allen weiteren Betriebssystemen machst Du es genau so.

Wenn Du das nicht tust, passiert nämlich Folgendes: Nach jedem Kernelupdate von Ubuntu (und auch bei manchen anderen Updates) erstellt Dir Ubuntu wieder einen neuen GRUB im MBR, und dann geht alles wieder von vorne los.

Noch paar Bemerkungen:

1) Es ist auch möglich Betriebssysteme ganz ohne GRUB zu installieren. Meiner Erfahrung nach ein kompletter Murks. Ich erwähne das aber.

2) Einfacher als 1) ist, schon bei der Installation zu bestimmen, dass GRUB in die Partition soll und nicht (was fast immer die Default-Auswahl ist) in den MBR. Geht sogar bei Debian, true story *duck*. Seriös: Wie man das macht, hängt leider vom verwendeten Installer des Systems ab, und davon gibt es nicht ganz, aber fast so viele wie Systeme.

3) Angeblich gäbe es einen Weg in den Skripten von Ubuntus GRUB irgendwie zu sagen, wie Manjaro gestartet werden soll, so dass es funktioniert. Das Gerücht hält sich hartnäckig. Ich finde das unsäglich kompliziert. Ehrlicher: Ich habe es bis heute nicht begriffen. Das widerlegt aber nicht, dass es ginge.

4) Wenn Manjaros GRUB oder was auch immer kaputt geht, musst Du deswegen keineswegs neu installieren. Vielmehr kannst Du Dich per chroot ins Manjaro müllern und dort alles flicken (im Falle von GRUB: GRUB neu installieren und aktualisieren, beides!!). Dazu brauchst Du nur Folgendes: Eine bootbare Linuxinstallation. Es geht sowohl ab einem Liveystem (DVD oder USB) als auch ab einer bootbaren installierten Version. Funktioniert wirklich, ziemlich eindrückliche Sache, so für mich als Normalo. Einfach in ein anderes System donnern und dort rumfuhrwerken! Nur in der Konsole natürlich, und vorher musst Du nachlesen, wie man's macht, die beste Erklärung dafür steht im englischen Arch-Wiki.

5) Ein sehr professioneller Ausweg wäre, GRUB sogar in einer eigenen Partition zu installieren. Das ist tatsächlich auch noch möglich. Leider kenne ich mich aber damit nicht aus. Einige Liebhaber von vielen sehr verschiedenen Systemen machen das aber.

6) Jede Menge populärer Distributionen machen dieselben GRUB-Zicken wie Ubuntu, zum Beispiel Debian und openSuse und Fedora, also sehr prominente Distris.

Happy multibooting!

Lg X.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2015, 00:44:52 von Xeno »

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #9 am: 01. Dezember 2015, 06:57:17 »
Schön ausführlich. Würdest Du das bitte auch noch in "Tutorials" stellen ?

Offline julianpe

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #10 am: 01. Dezember 2015, 17:35:39 »
Hallo Xeno,

wenn ich jetzt nun das Manjaro Grub auf meine sdb1 installieren möchte, wo sich unter Ubuntu das / Verzeichnis befindet.
Muss ich dann die Grub Installation von Ubuntu im MBR von sdb deinstallieren?

Weshalb ist es nicht gut, den Grub von Manjaro direkt als MBR auf sdb zu installieren?

Offline julianpe

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #11 am: 01. Dezember 2015, 18:20:02 »
Kleine Ergänzung:

/dev/sdb5 ist das / Verzeichnis von Ubuntu

[julian@Thinkpad ~]$ sudo grub-install /dev/sdb5
i386-pc wird für Ihre Plattform installiert.
grub-install: Warnung: Dateisystem »ext2« unterstützt keine Einbettungen.
grub-install: Fehler: Einbettung ist nicht möglich, jedoch für die Installation auf mehreren Laufwerken erforderlich.

Offline Xeno

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #12 am: 02. Dezember 2015, 01:02:59 »
Hallo Xeno,

wenn ich jetzt nun das Manjaro Grub auf meine sdb1 installieren möchte, wo sich unter Ubuntu das / Verzeichnis befindet.
Muss ich dann die Grub Installation von Ubuntu im MBR von sdb deinstallieren?

Nein, das (an sich murksig irgendwie auch noch mögliche) echte Deinstallieren von GRUB würde ich schön bleiben lassen. Es genügt vollauf, nur die GRUBs dorthin zu installieren, wo Du sie haben willst, und dann (wichtig!) den jeweiligen GRUB upzudaten. Noch anders gesagt: Wenn zuerst der Ubuntu-GRUB noch im MBR ist, installierst Du zuerst den von Manjaro dorthin (dann ist der von Ubuntu nämlich ganz automatisch überschrieben), updatest ihn, dann startet das System mit dem Manjaro-GRUB (übrigens optisch sofort erkennbar, weil Manjaro das Logo auf dem GRUb-Screen hat, zudem ist der Grub nicht aubergine hinterlegt wie z. B. beim Unity-Flavour von Ubuntu). Danach installierst Du den Ubuntu-GRUb noch in die Ubuntu-Partition (nötig, weil sonst nach Kernelupdate von Ubuntu der Ubuntu-GRUB wieder in den MBR installiert wird), updatest den Ubuntu-GRUB, und alles ist gut. Soben vollumfänglich durchgespielt, funktioniert.

Noch etwas: Den Satz wenn ich jetzt nun das Manjaro Grub auf meine sdb1 installieren möchte, wo sich unter Ubuntu das / Verzeichnis befindet. verstehe ich schlicht und einfach nicht. Vielleicht liegt es an mir oder  an der Uhrzeit. 1 System = 1 Partition, oder? Der MBR dagegen gehört nicht zu einer Partition, sondern liegt physisch am Anfang des Datenträgers noch vor der ersten Partition.

Zitat
Weshalb ist es nicht gut, den Grub von Manjaro direkt als MBR auf sdb zu installieren?

Das ist sogar sehr gut, vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt? Du darfst nur nicht vergessen, nachher noch den Ubuntu-Grub in die Ubuntu-Partition zu installieren. Wenn das System meckert (gewisse SSD lösen das aus), darfst Du dazu sogar ausnahmsweise den Holzhammer nehmen und mit der Option --force GRUB in die Partition pressen.

Lg X.

Offline Xeno

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #13 am: 02. Dezember 2015, 01:05:27 »
Kleine Ergänzung:

/dev/sdb5 ist das / Verzeichnis von Ubuntu

[julian@Thinkpad ~]$ sudo grub-install /dev/sdb5
i386-pc wird für Ihre Plattform installiert.
grub-install: Warnung: Dateisystem »ext2« unterstützt keine Einbettungen.
grub-install: Fehler: Einbettung ist nicht möglich, jedoch für die Installation auf mehreren Laufwerken erforderlich.

Gib ihm den Rest mit

sudo grub-install --force /dev/sdb5

danach

sudo update-grub

Lg X.

Offline Xeno

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Re: Nach Installation Probleme beim Booten - Kernel panic
« Antwort #14 am: 02. Dezember 2015, 01:21:32 »
Schön ausführlich. Würdest Du das bitte auch noch in "Tutorials" stellen ?

Danke für die Blumen, ab ein Tutorial nach 20 Beiträgen finde ich jetzt ehrlich gesagt mehr frech als gut (auch wenn es schon so ist, dass nur die Beitragszahl in einem Forum nicht alles aussagt). Ich müsste da zunächst um Einiges weniger knallig formulieren. GRUB ist ein sehr weitläufiges Thema, kein Wunder ist das Ding seit ewigen Zeiten eine Betaversion. Man übersieht sehr schnell etwas. Es gibt zudem bei GRUB-Themen faktisch unendlich viele Konstellationen. Installiere mal zum Beispiel so zwei verschiedene Windows (besonders witzig: maximal verschiedene Versionen, nicht weniger schwierig: zwei völlig gleiche) und zwei Lunuxdistris (vorzugsweise völlig verschiedene) und eine BSD-Derivat auf ein System und Du wütest dann stundenlang in den Untiefen von GRUB.  Hui, wie die Bootloader da einander Mores lehren wollen!

Ein Vorwurf an die Programmierer von dem Ding ist das übrigens nicht. Es ist äusserst anspruchsvoll auch nur die häufigsten vorkommenden Konstellationen managen zu lassen (die obige gehört käumlichst dazu, ist natürlich augenzwinkernd gemeint, das Beispiel von Extremstmultibooting). Wer alt nicht mehr ganz jung ist, erinnert sich vage daran, dass der Vorvorgänger von GRUB 2, LILO, dann noch um Welten weniger gut war. Alle Nase lang flog bei Mulitbootsystemen alles um die Ohren. Ein Kernelupdate, und nichts ging mehr. Da ist GRUB 2 schon ein grosser Schritt nach vorne. Vergisst man gerne oder weiss man nicht, wenn man heute neu ein Multibootssystem aufzieht.

Lg X.