Autor Thema: Neulingsfragen  (Gelesen 893 mal)

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Offline Hopitopi

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Neulingsfragen
« am: 03. Januar 2018, 12:44:17 »
Hallo zusammen,

ich bin seit langem Linux-Nutzer (Dualboot-Mint/Windoof) und möchte aus diversen gründen zu Manjaro bzw. bin es eigentlich schon. Ich lese mich seit Tagen in das Thema ein und hab auch schon bisschen was aus dem AUR installiert und Desktop konfiguriert usw... Trotzdem habe ich einige Dummie-Fragen und hoffe hierzu paar Antworten zu bekommen :-)

Also:
- Wenn ich ein Programm Version 12.0 installiere, wird dieser bei einem rolling Update automatisch auf 13 oder auf 12.1 geupdatet?
- Wird automatisch eine neue Version der Desktopumgebung installiert wenn verfügbar?
- Bisher bin ich sehr zufrieden mit der Stabilität, jedoch frage ich mich ob ich Manjaro (oder grundsätzlich ein rolling Update-Linux) am PC meiner Mutti installieren kann. Meine Vorstellung ist einmal installieren und gut ist. Aktuell hat sie Ubuntu auf ihrem Lappy; aber ich möchte weg von Ubuntu/Cannonical und es kommt bald die nächste LTS-Version wodurch also das System quasi neu aufgesetzt wird.
- als letztes: ich hab noch nicht ganz verstanden warum Manjaro eigene Repositories benutzt - testen die nochmal die ganze Softwar auf Bugs? Kann ich mir nicht so recht vorstellen...

Vielen Dank vorab und ein schönes neues 2018 :-)

Offline leesrott

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #1 am: 03. Januar 2018, 13:33:04 »
Hallo Hopitopi,

dir auch ein frohes neues Jahr und willkommen bei Manjaro.

Zu deiner ersten und zweiten Frage: Ja. Manjaro ist eine Rolling Release Distribution. d.h. die installierte Software wird automatisch auf dem neuesten Stand gehalten. Da Manjaro ein Arch-Ableger ist, ist die Software i.A. auch sehr aktuell. Das sollte auch für die Desktop-Umgebung gelten.

Zur Stabilität: Du kannst dich entscheiden, welche Variante du verwenden möchtest. Stable, Testing, usw. ... Ich benutze schon seit geraumer Zeit die Stable-Variante und bin sehr sehr zufrieden. Sicher gibt es vereinzelt mal ein Problem, aber ich habe vorher auch lange Ubuntu benutzt und auch dort gab es vereinzelt Probleme. Ich würde sogar fast behaupten, dass die Rolling Release Strategie sogar diesbezüglich ein Vorteil ist, weil Fehler sehr zeitnah gepatcht werden. Da hab ich mit Ubuntu ganz andere Erfahrungen gemacht. Kurz gesagt: Wenn du dich für Stable entscheidest, sollte das für den Rechner deiner Mutter kein Problem sein.

Zu deiner letzten Frage: Hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Aber das kann uns vielleicht ein anderer hier im Forum beantworten. ;-)

Offline gosia

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #2 am: 03. Januar 2018, 13:59:41 »
Hallo Hopitopi,
auch von mir erstmal ein frohes neues Jahr und herzlich willkommen im Forum.
- als letztes: ich hab noch nicht ganz verstanden warum Manjaro eigene Repositories benutzt - testen die nochmal die ganze Softwar auf Bugs? Kann ich mir nicht so recht vorstellen...
Hm, ganz genau könnte da philm, der Projekt-Chef, was dazu sagen. Die offizielle Erklärung geht aber genau in die Richtung:
"Obwohl Manjaro zu 100% kompatibel zu Arch ist, weil es auf Arch basiert, ist es nicht möglich, die offizielen Arch-Repositories zum Software-Download zu benutzen. Manjaro hat stattdessen seine eigenen offiziellen Repositories um sicherzustellen, dass jegliche zur Verfügung stehende Software, bspw. System-Updates und Programme, abschließend getestet wurden und stabil sind, bevor sie zur Verfügung gestellt werden."
https://wiki.manjaro.org/index.php?title=Manjaro_verwenden_f%C3%BCr_Anf%C3%A4nger
Nun ja, scheint mir in die Kategorie "Nett zu wissen..." zu fallen, aber die Hauptsache ist doch, daß Manjaro läuft und läuft und läuft... auch wenn es manchmal trotzdem etwas ruckelt. Aber bei welcher Distri kommt das nicht vor ;)

Viele Grüße gosia

Offline lukass2000

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #3 am: 26. Februar 2018, 13:21:44 »
Hi Leute ,

Würde mir gerne mal Manjaro näher ansehen und habe mich die Tage damit beschäftigt.
Nun lese ich immer wieder diverse Kommentare, das Manjaro oder Arch im Vergleich zu Ubuntu um einiges anfälliger sein soll.
Das finde ich natürlich nicht so gut :(
Meist leist man dann aber auch das man diesem "Problem" mit der Stable-Version entgegenwirken kann.

Gehe ich auf manjaro.org um manjaro zu downloaden, gibt es dort Current Releases / Community Releases / Development Releases.
Was ist denn nun die Stable-Version?

Danke!

Offline vetzki

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #4 am: 26. Februar 2018, 14:02:57 »
stable unstable und testing sind nur namen. im endeffekt ist

stable = nicht ganz so neue paketversionen (im vgl. zu arch)
testing = etwas neuer
unstable = nochmal etwas neuer

d.h. mit stable ists so das anderen evtl. fehler vorher auffallen (in "testing" bzw. unstable) und diese dann behoben werden oder halt nicht.

« Letzte Änderung: 26. Februar 2018, 14:04:32 von vetzki »

Offline lukass2000

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #5 am: 26. Februar 2018, 14:10:59 »
Hab mir mal manjaro-xfce-17.1.5-stable-x86_64.iso downgeladen und per USB-Stick als Live System gestartet.

Damit müsste ja jetzt die Stable-Version laufen.
Wie oder wo beeinflusse ich nun, ob die Version und Programme nun als stable unstable oder testing laufen?

LG

Offline vetzki

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #6 am: 26. Februar 2018, 14:22:13 »
manjaro-xfce-17.1.5-stable-x86_64.iso

oder du schaust mit
pacman-mirrors --api --get-branch

Offline lukass2000

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #7 am: 26. Februar 2018, 14:40:17 »
Hi vetzki,

die Manjaro Version selbst habe ich schon verstanden ;)
Wenn ich nun diese Version z.B. auf meine Festplatte installiere, dann bekomme ich auch nur "stable" Updates?
Ich kann oder muss also nirgendwo auswählen, welche Updates ich zukünftig bekomme?
Manjaro Stable installieren und auch zukünftig nur Stable Updates bekommen, oder?

Bekomme ich dann in der Softwareverwaltung auch nur Stable Versionen angezeigt?

LG

Offline FZR

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #8 am: 26. Februar 2018, 15:11:09 »
Ja, ausser im AUR, aber das ist wieder ein anderes Thema.
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Offline lukass2000

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #9 am: 27. Februar 2018, 13:51:00 »
Dann spricht ja soweit einem Umstieg von Ubuntu zu Manjaro nicht dagegen würde ich sagen?
Hab nur öfter gelesen, das Ubuntu wesentlich stabiler und Userfreundlicher sei.
Nach knapp 2 Tagen mit Manjaro im Livesystembetrieb per USB Stick muss ich sagen die Userfreundlichkeit von Manjaro ist löblich :)
Stabilität und Updatefreundlichkeit wird sich zeigen, werd es die Tage mal fix auf meine Festplatte installieren, dann schaun ma mal :)

Offline vetzki

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #10 am: 27. Februar 2018, 13:54:09 »
gegenfrage:
warum möchtest du denn ubuntu verlassen?

Offline lukass2000

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #11 am: 27. Februar 2018, 14:08:30 »
Mir gefällt die Unity frei Komplett-Optik von derzeit Ubuntu 17.10 bzw zukünftig 18.04 absolut gar nicht :(
Weiters soll in meinen Laptop eine SSD Festplatte und in dieser Kombination dachte ich mir ich muss, egal welches Linux, sowieso neu installieren.
Selbst wenn ich bei mir nur ein Ubuntu 18.04 updaten würde, wird eine Neuinstallation anliegen. Bisher hat, zumindest bei mir, noch nie ein Update auf eine höhere Version oder Kernel Update auf einen Neueren ohne Neuinstallation geklappt, irgendwas hakt immer :(
Daher habe ich die Tage mal diverse Distributionen getestet und vom optischen und bedien technischen her wäre ich aktuell bei Manjaro ;)

Offline vetzki

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #12 am: 27. Februar 2018, 14:44:36 »
wenn die updates auf höhere versionen nicht klappen und dir die paketverwaltung (oder was meinst du mit technisch ) besser gefällt, kann ichs gut nachvollziehen.

Einzig ein wechsel aufgrund optischer natur wäre unnötig da eigentlich jedes linux gleich aussehen kann (also die gleiche desktopumgebung und icons und anderes "themeing-zeugs")

und wenn du eh neu installieren musst spricht ja nichts gegens durchprobieren

Offline lin-luxs

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #13 am: 08. September 2018, 19:49:07 »
 Hallo zusammen.

Ich möchte mich mal mit meinen Fragen der "Unsicherheit" hier an das Forum wenden (oh, fünf Worte, die mit "m" anfangen; sorry, ist mir nur so aufgefallen  ;))

Bin auch sehr an Manjaro interessiert, kenne und benutzte Linux schon sehr lange (> 1999) - allerdings als zufriedener Anwender, kein eingestiegener und gewachsener Admin. Sicher, immer wieder mal der Einstieg in die Tiefen, wenn es mal eine Frage oder gar ein Problemchen gab!
Begonnen hatte ich mal mit SuSE/KDE, gefolgt von openSUSE/Gnome, Ubuntu/Unity, Gnome/Ubuntu bis zuletzt Debian/Gnome.

Gnome bleibe ich treu, dem Aktualisieren meiner Linux-Version steht jedoch ein Distri-Wechsel bevor. Momentan schaue ich auf Ubuntu 18.04.
Durch die tollen Beiträge vom Nick, bei Unicks.eu (youtube.de) fand ich einen Zugang zu arch bzw. ist mir die "Angst genommen" worden. Denn ich möchte ein zu bewältigendes System haben, ohne dass ich ständig einer (weiteren) Lernkurve ausgeliefert bin. Ich habe wirklich genug Dinge, die ich meistern muss/will.  :-\

Nun noch schnell zu meiner Frage zu Manjaro.

Dieser Frage aus dem ersten Beitrag hier kann ich mich anschließen:
- als letztes: ich hab noch nicht ganz verstanden warum Manjaro eigene Repositories benutzt - testen die nochmal die ganze Softwar auf Bugs? Kann ich mir nicht so recht vorstellen...

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass diese eigenen Repos geführt und gepflegt werden. Daraufhin hatte ich die Hoffnung, dass diese rollingr. Distro dadurch "sicherer" ist - weil sich hier zusätzlich "Admins"/Fachleute darum kümmern.

Liege ich damit richtig oder ist das ein Trugschluss?!

Vielen Dank für Eure Unterstützung zu meinem gewünschten Distri-Wechsel.

Gruß
lin-luxs

« Letzte Änderung: 08. September 2018, 19:57:21 von lin-luxs »

Offline FZR

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Re: Neulingsfragen
« Antwort #14 am: 09. September 2018, 04:28:20 »
Vereinfacht gesagt, werden ganze Update-Pakete geschnürt, welche
dann erst im *unstable*, dann in *testing* und zum Schluß im *stable*
landen.
Testen sollen natürlich auch fortgeschrittene User.

Ansonsten, wie sollte das ohne eigene Repos funktionieren?
Eigene Manjaro-Pakete, gute Pakete die aus dem AUR ins *stable*
geholt werden, im Schnitt 10 Kernel zur Auswahl und vieles mehr.
All das wirst du im originalen Archlinux nicht finden.
Alles was unverändert bleibt, wird natürlich aus dem originalen
Archlinux übernommen.
Das wird zusammen gepackt und getestet, ob es alles zusammen unfallfrei
läuft.

Die Repos kannst du Dir hier mal anschauen:
https://forum.manjaro.org/c/announcements

mfg
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